Bereichsbild

 

Dummy

 

Neuphilologische Fakultät Heidelberg
Germanistisches Seminar

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
 

Kontakt:

dirk.werle@gs.uni-heidelberg.de

 
PUBLIKATIONEN
Einfach komplex. Ein Wissenschaftsblog

Begleitend zum Fellowship von Selim Jochim und Dirk Werle

 

Prof. Dr. Dirk Werle

Fellow-Klasse 2019-20

 

Forschungsgebiete:

  • Neuere deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt frühe Neuzeit
  • Deutsche Literaturgeschichte im europäischen Kontext unter besonderer Berücksichtigung des 
    Neulateinischen und der Wissenschaftsgeschichte
  • Literarische Gattungen
  • Theorie der Literaturgeschichtsschreibung

Lebenslauf

Akademischer Werdegang

  • 1995 - 2001 Studium der Fächer Germanistik, Latinistik und Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, der Universitá degli Studi di Pisa, Italien sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • 2001 Abschluss der Magisterprüfung in den Prüfungsfächern Neuere deutsche Literatur, Latein und Philosophie
  • 2005 Promotion im Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Humboldt–Universität zu Berlin 
  • 2012 Habilitation für das Fachgebiet Neuere deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Leipzig

Berufliche Tätigkeit

  • 2005 Wissenschaftliche Mitarbeit in dem Forschungsprojekt „Logik und Hermeneutik um 1600“, Humboldt-Universität zu Berlin
  • 2005 - 2006 Vertretung der Stelle eines wissenschaftlichen Assistenten an der Universität Siegen
  • 2006 - 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig, Arbeitsbereich Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie
  • 2011 - 2012 Lehrstuhlvertretung an der Friedrich–Schiller–Universität Jena, Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur (Dirk von Petersdorff)
  • 2014 - 2015 Vertretung der Professur Neuere deutsche Literatur / Geschichte der Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin (Lutz Danneberg)
  • 2015 Ablehnung des Rufs auf die Professur für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt „Wissensformen“ an der RWTH Aachen
  • 2015 Annahme des Rufs auf die Professur für Neuere deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt frühe Neuzeit an der Universität Heidelberg



Arbeitsvorhaben

Einfach komplex. Asymmetrien von Einfachheit und Komplexität in Natur- und Kulturwissenschaften

Das Arbeitsvorhaben widmet sich in vergleichender Perspektive Asymmetrien von Einfachheit und Komplexität in Natur- und Kulturwissenschaften. ‚Einfach‘ und ‚komplex‘ sind Zuschreibungen, die mit Blick auf die Erforschung von Natur und Kultur prima vista in unterschiedlicher Weise asymmetrisch zu sein scheinen. Für den Bereich der Kultur gilt, dass Komplexität der Zustand ist, zu dem Kultur hin zu tendieren scheint und der ein Kennzeichen für eine entwickelte Kultur ist. Das Einfache ist demgegenüber das Andere der Komplexität, seine Entwicklungs- und Schwundstufe. Demgegenüber soll das Projekt an einem Fallbeispiel, nämlich an der deutschsprachigen Lyrik des 17. Jahrhunderts, zeigen, dass es durchaus kulturelle Situationen gibt, in denen Einfachheit das Telos kultureller Aktivität ist und Komplexität nicht das Gegenteil von Einfachheit ist, sondern dass es eine Komplexität der Einfachheit in der Kultur gibt. In den Naturwissenschaften und insbesondere in der Physik sind viele Gesetzmäßigkeiten unabhängig von den darunter liegenden Details. Für die Beschreibung eines Gases ist es zum Beispiel zunächst einmal irrelevant, was seine chemische Zusammensetzung ist, und wie die einzelnen Atome oder Moleküle miteinander wechselwirken. Besonders erstaunlich ist, dass sich trotz der komplizierten Bewegung der Atome so einfache Größen wie Druck oder Temperatur definieren lassen, universelle Eigenschaften des gasförmigen Aggregatzustands. Im Austausch zwischen Literaturwissenschaft und Physik wollen wir der einfachen Frage näher kommen, wie Asymmetrien von Einfachheit und Komplexität in Natur und Kultur je unterschiedlich strukturiert erscheinen.

 

Ausgewählte Publikationen:

  • Ruhm und Moderne. Eine Ideengeschichte (1750–1930), Frankfurt a.M. 2014 (Das Abendland. Neue Folge 38) [Habil.].
  • Copia librorum. Problemgeschichte imaginierter Bibliotheken 1580–1630, Tübingen 2007 (Frühe Neuzeit 119) [Diss.].
  • ‚Barocke‘ Lyrik lesen, Frankfurt a.M. 2019 [im Erscheinen].
  • „Litterarischer Kommunismus“. Lyrik und Enzyklopädik in poetischen Schatzkammern des Barock (Treuer, Bergmann, Männling), in: Euphorion 111 (2017), S. 1–25.
  • Von hohem Wesen. Zu Wahrheitsanspruch und Gattungspoetik epischer Versdichtungen im 17. Jahrhundert (am Beispiel von Caspar von Barth und Georg Greflinger), in: Zeitschrift für Germanistik. Neue Folge 28 (2018), S. 10–24.
  • Höhlengleichnisse um 1800: Schiller, Jean Paul, Tieck, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 91 (2017), S. 19–50.
  • Grimmelshausens Gedichte als „Kleinere Schriften“. Am Beispiel des ‚Nachtigallenlieds‘, in: Simpliciana 39 (2017), S. 285–301.
  • Problem und Kontext. Zur Methodologie der literaturwissenschaftlichen Problemgeschichte, in: Journal of Literary Theory 8 (2014), H. 1, S. 31–54.
  • „Ich singe, wie der Vogel singt“ – Bestimmung der Lyrik von Goethe bis Opitz, in: Jörg Robert (Hrsg.): Intermedialität in der Frühen Neuzeit. Formen, Funktionen, Konzepte, Berlin und Boston 2017 (Frühe Neuzeit 209), S. 116–136.
  • Klopstocks Probleme. Der doppelte Anfang der deutschen Hymne, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 131 (2012), S. 481–511.
Seitenbearbeiter: Geschäftsstelle
Letzte Änderung: 26.06.2019
zum Seitenanfang/up