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Neuphilologische Fakultät
Germanistisches Seminar

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
 

Kontakt:


 

PD. Dr. Friederike Reents

Fellow-Klasse 2020-21

 

Forschungsgebiete:

Neuere und neueste deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt 20. und 21. Jahrhundert; Literatur und Literaturgeschichte im transnationalen Kontext unter besonderer Berücksichtigung des Zusammenhangs von Literatur, Wissen und Erkenntnis sowie von Literaturkritik, Literaturtheorie und literarischer Wertung; Theorie der Literaturgeschichtsschreibung und Epochenbestimmung.

 

Lebenslauf

Akademischer Werdegang:

  • 1991-1996 Studium der Rechtswissenschaften in München, Würzburg und Lausanne.
  • 1998-1999: Berufsbegleitendes PR-Aufbaustudium an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing, München; Studium am Instituto de Ensenanza Superior en Lenguas Vivas, Buenos Aires, Argentinien.
  • 2002-2007: Studium der Germanistik und Philosophie, Heidelberg.
  • 2007: Promotion.
  • 2012: Habilitation, Venia Legendi für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Heidelberg.

Berufliche Tätigkeit:

  • 1998-1999: freie Mitarbeit in der Unternehmenskommunikation des Süddeutschen Verlags, München.
  • 1999-2001: Traineeprogramm/Volontariat beim Süddeutschen Verlag, München.
  • 2001- 2004: Lektorin im juristischen Fachverlag C.F. Müller, Heidelberg.
  • Seit 2005: freie Autorin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 2003-2007: Hilfskraft am Lehrstuhl von Helmuth Kiesel, Heidelberg.
  • 2007-2013: Studiendozentur für Literaturkritik, Literaturtheorie und Literarische Wertung, Heidelberg.
  • 2007-2008: wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl Kiesel, Heidelberg.
  • Seit 2013 Hochschuldozentin für Germanistik, Heidelberg.
  • 2015: Vertretung des Lehrstuhls von Heinrich Detering, Göttingen.
  • 2017-2018: Vertretung der Professur von Michael Neumann, Eichstätt.
  • 2018-2020: Nachwuchsgruppenleitung bei der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Lyrik in Transition“, Trier.
  • 2019: Forschungsaufenthalt an der Harvard University, Cambridge, Massachusetts.



Arbeitsvorhaben

Literatur des Anthropozäns – Fakten, Fiktionen, Visionen.

Eines der dringendsten gesellschaftlich-wissenschaftlichen Probleme unserer Zeit ist die vom Menschen verursachte Überschreitung der planetaren Grenzen, die etwa in Form von Klimawandel die Lebensgrundlagen der menschlichen Zivilisation bedroht. Damit einhergegangen ist die (geologisch) umstrittene Kennzeichnung eines neuen Erdzeitalters als „Anthropozän“. Als „kulturelles Konzept“ ist die Bezeichnung inzwischen anerkannt und auch berechtigt, da die Kunst typischerweise gegenwartsdiagnostisch auf die damit verbundenen Narrative wie Katastrophe und Apokalypse, Verantwortung und Gerichtsbarkeit sowie die Aufhebung der Gegenüberstellung von Natur und Kultur reagiert. Im Projekt möchten wir anhand interdisziplinär verfahrender Analyse ausgewählter Literatur des Anthropozäns aus humangeographischer, umweltphysikalischer sowie literaturwissenschaftlicher Sicht, die Darstellung des Klimawandels sowie die Möglichkeiten und Grenzen aktiver Gestaltung von Klimahandeln erforschen. Dies geschieht durch gemeinsame Lektüre und Diskussion, Reallabor-Settings und die Organisation und Durchführung einer interdisziplinär angelegten Konferenz. Mittelfristig geht es um die stärkere Einbindung der geisteswissenschaftlichen Disziplinen (FoF3) in die Aktivitäten des HCE, langfristig um die Etablierung der im deutschsprachigen Raum gerade erst im Entstehen befindlichen, interdisziplinären Beschäftigung mit ökologischen und umweltorientierten Fragestellungen (Environmental Humanities).

 

Ausgewählte Publikationen:

  • Reents, F. (2009) Ein Schauern in den Hirnen‘. Gottfried Benns „Der Garten von Arles“ als Paradigma der Moderne, Göttingen: Wallstein [448 S.; = Diss.].
  • Reents, F. (2015) Stimmungsästhetik. Realisierungen in Literatur und Theorie vom 17. bis ins 21. Jahrhundert. Göttingen: Wallstein [532 S; = Habil.].
  • Reents, F. (2019) Überlegungen zum Epochenwandel: Transmoderne Gedichte von Ann Cotten, Sabine Scho und Thomas Kling. In: Gegenwartsliteratur. A German Studies Yearbook. Hg. v. Paul Michael Lützeler, Vol XIII 2019: Gegenwartslyrik, S. 143-167.
  • Reents, F. (2019) Ruderalliteratur. Vom Schreiben über Grenzräume im Anthropozän, in: „B/ordering the Anthropocene: Inter-and transdisciplinary perspectives on nature-culture relations“, hg. v. Antje Bruns / Rebekka Kanesu, UniGR-CBS “ Borders in Perspective ”, Themenheft Vol. 4 (angen.)
  • Reents, F. (2016, Hg., zus. mit Hanna, C.) Benn-Handbuch, Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart: Metzler [458 S.]
  • Reents F. (2019) Mit Hölderlin und Benn im Ratinger Hof. Thomas Klings tiefschürfende „nachtperformance“, in: Gedichte von Thomas Kling. Interpretationen, hg. v. Frieder v. Amon u. Rüdiger Zymner. Paderborn: mentis, S. 11-36.
  • Reents, F. (2013) Geschichtsbildlichkeit in der Lyrik. Ein Überblick, in: Geschichtslyrik. Ein Kompendium. 2 Bde, hg. v. Heinrich Detering u. Peer Trilcke, unter Mitwirkung v. Hinrich Ahrend, Alena Diedrich u. Christoph Jürgensen, Band 1. Göttingen: Wallstein, S. 173-205.
  • Reents, F. (2018) Herta Müllers widerständige Collagen, in: Amelia Valtolina (Hg.): Literatur und Widerstand heute. Bielefeld: Transcript, S. 73-94.
  • Reents, F. (2019) Selbsthistorisierung beim frühen Thomas Mann. In: Thomas Mann Jahrbuch 2018, Bd. 31. Frankfurt am Main: Klostermann, S. 77-92.
  • Reents, F. (2009, Hg.) Surrealismus in der deutschsprachigen Literatur. Berlin / New York: de Gruyter, S. 303.
Seitenbearbeiter: Geschäftsstelle
Letzte Änderung: 01.04.2020
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