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Philosophische Fakultät/ZEGK
Institut für Europäische Kunstgeschichte

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
 

Kontakt:

h.keazor@zegk.uni-heidelberg.de


 

Prof. Dr. Henry Keazor

Fellow-Klasse 2019-20

 

Forschungsgebiete:

  • Französische und italienische Malerei des 17. Jahrhunderts
  • Kunstreformen
  • Zeitgenössische Architektur (Jean Nouvel)
  • Verhältnis von Kunst und Medien
  • Musikvideos
  • Phänomen der Kunst-Fälschung

Lebenslauf

  • Studium der Kunstgeschichte, Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie in Paris und Heidelberg
  • Promotion 1996
  • Bis 1999 Stipendiat und Assistent am Institut für Kunstgeschichte in Florenz
  • 1999 - 2005 Wissenschaftlicher Assistent am Kunstgeschichtlichen Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main
  • Habilitation 2005
  • 2005/2006 Gastprofessor am Institut für Kunstgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2006 - 2008 Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • 2008 - 2012 Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Universität des Saarlandes
  • Ab Herbst 2012 Professur für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg 


Arbeitsvorhaben

Fehlverhalten, Fälschungen, „fake science“ – Vielfalt, fächerübergreifender Vergleich, Ursachen, Folgen und Verhinderung

Wissenschaft ist in den vergangenen Jahren häufig in (negative) Schlagzeilen geraten. Divergierende Expertenmeinungen zu kontroversen Themen wie dem Klimawandel führen in der Öffentlichkeit zum Teil dazu, wissenschaftliche Ergebnisse generell in Frage zu stellen und sie, insbesondere, wenn dies politisch opportun ist, als "fake science" abzuwerten. Prominente Plagiatsfälle und die wachsende Zahl publik werdender Fälle wissenschaftlichen Fehlverhaltens nähren eine zunehmende Wissenschaftsskepsis in der öffentlichen Wahrnehmung. In der Kunst gelingt es gewieften Fälschern unter Ausnutzung kunsthistorischer Fachkenntnisse seit Jahrhunderten, selbst ausgewiesene Experten zu narren. Innerhalb der Wissenschaftsgemeinde nehmen Einladungen zur Veröffentlichung in unseriösen Publikationsorganen oder zu Vorträgen auf fiktiven Konferenzen zu.     Gegenstand des Arbeitsvorhabens sind jene Fälle wissenschaftlichen Fehlverhaltens, bei denen mit Fälschungs- und Betrugsmethoden gearbeitet wird. Ziel ist es nicht nur, einen bislang fehlenden, vergleichenden Überblick über die hierbei zur Anwendung kommenden Strategien in verschiedenen Disziplinen zu bekommen, sondern auch Methoden zur Entlarvung bzw. präventiver Vermeidung zu diskutieren und Ursachen und Motivationen der Täter zu erforschen. Wir untersuchen zudem die in den jeweiligen Disziplinen gepflegten Authentizitätskonzepte, auf die die Fälschungsstrategien reagieren, sowie die wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen von Fälschungsfällen.

 

Ausgewählte Publikationen:

  • Täuschend echt! Eine Geschichte der Kunstfälschung, Darmstadt 2015
  • Poussins Parerga - Quellen, Entwicklung und Bedeutung der Kleinkompositionen in den Gemälden Nicolas Poussins, Regensburg 1998
  • “Il vero modo”. Die Malereireform der Carracci, Berlin 2007
  • FilmKunst. Studien an den Grenzen der Künste und Medien (als Autor und, zusammen mit Fabienne Liptay und Susanne Marschall, als Herausgeber), Marburg 2011
  • “Video thrills the Radio Star”: Musikvideos: Geschichte, Themen, Analysen (als Autor, zusammen mit Thorsten Wübbena), Bielefeld 2005 (3. Auflage: 2011)
  • Der Fall Beltracchi und die Folgen. Interdisziplinäre Fälschungsforschung heute (als Herausgeber und Autor zusammen mit Tina Öcal), Berlin/Boston 2014
  • “Theodore De Bry's Images for America“, in: Print Quarterly, XV, No. 2, Juni 1998, p. 131 - 149
  • “`cosa mezzana´/`chanter sans paroles´: `Euridice´ (Jacopo Peri, Ottavio Rinuccini) e `Orphée-Roi´ (Claude Debussy, Victor Segalen)“, in: Musica e arti figurative: Rinascimento e Novecento, hrsg. von Mario Ruffini und Gerhard Wolf, Venedig 2008, p. 199 - 211
  • Fake: Fälschungen, wie sie im Buche stehen (als Autor und, zusammen mit Maria Effinger, als Herausgeber), zugl. Ausst.Kat. Universitätsbibliothek Heidelberg 2016
  • “Stil, Symbol, Struktur: ‘The Tree of Life’ als Motiv im Film”, in: Der achte Tag. Naturbilder in der Kunst des 21. Jahrhunderts, hrsg. von Frank Fehrenbach und Matthias Krüger, Berlin/Boston 2016, p. 163 - 200
Seitenbearbeiter: Geschäftsstelle
Letzte Änderung: 30.04.2019
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