Bereichsbild

 

Dummy

 

Juristische Fakultät Heidelberg
Institut für deutsches und europäisches Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht (IGW)

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
 

Kontakt:

stefan.geibel@igw.uni-heidelberg.de

 

Prof. Dr. Stefan Geibel

Fellow-Klasse 2019-20

 

Forschungsgebiete:

  • Treuhandrecht
  • Haftungsrecht (einschließlich Medizinrecht)
  • Gesellschafts- und Unternehmensrecht
  • Stiftungs-, Vereins- und Gemeinnützigkeitsrecht

Lebenslauf

  • 2002 Promotion
  • 2006 Habilitation
  • 2007 - 2009 Lehrstuhlvertretungen an der LMU München, der JGU Mainz, der Universtität Konstanz und der TU Dresden
  • Seit 2010 Universitätsprofessor an der Juristischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
    und wissenschaftlicher Direktor am Institut für deutsches und europäisches Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht (IGW)
  • 2010 - 2016 Mitglied im wissenschaftlichen Direktorium des Centrums für soziale Investitionen und Innovationen (CSI)
  • Seit 2016 Geschäftsführender Direktor des IGW
  • Seit 2016 Mitglied der Ethikkommission II der Universität Heidelberg an der Medizinischen Fakultät Mannheim

Weiterer akademischer Titel: Maîtrise en droit (Aix-Marseille III)



Arbeitsvorhaben

Ärztinnen/Ärzte als Treuhänder? – Rechtliche, medizinische und ethische Auswirkungen dieser Qualifizierung

Der Gesetzgeber hat 2013 selbst den Weg geebnet, ärztlich Behandelnde nicht als bloße Erbringer einer Behandlungsleistung einzuordnen, sondern als eine Art „Interessenwahrer“ der Patientin/des Patienten. Verschiedene Regelungen zeigen, dass Patienten/-innen ihrer Ärztin oder ihrem Arzt die Möglichkeit und Macht der Einwirkung auf ihre Rechtsgüter- und Interessensphäre geben. Es drängt sich ethisch und rechtlich auf, Ärzte/Ärztinnen als Treuhänder/-innen in einem weiteren Sinne zu qualifizieren. In dem gemeinschaftlichen Projekt sollen rechtswissenschaftliche, medizinische und ethische Grundlagen und Folgerungen aus einer derartigen, gegenüber der herkömmlichen rechtlichen Einordnung modifizierten Qualifizierung des „Arzt-Patienten-Verhältnisses“ untersucht werden. Dies birgt Zündstoff, aber auch das Potential, den Hintergrund umstrittener medizinischer, ethischer und rechtlicher Fragen besser ergründen und die Antworten hierauf besser fundieren zu können. Insbesondere ist Teil des Projekts, Weiterungen des Verantwortungsbereichs ärztlich Behandelnder über den Bereich der eigentlichen Behandlung hinaus exakter zu konturieren (z.B. Pflichten von Datentreuhändern, Informationspflichten naher Angehöriger bei Nebenbefunden oder genetischen Untersuchungen). Weiterhin birgt der neue Ansatz das Potential, die Körperverletzungsdoktrin zu revidieren und die ärztlichen Ermessensspielräume rechtssicherer ausloten und einhegen zu können („Medical Judgement Rule“). Sämtliche Untersuchungen sollen medizinisch Forschende im Rahmen von klinischen Studien einbeziehen.

 

Ausgewählte Publikationen:

  • Geibel, S. (2008). Treuhandrecht als Gesellschaftsrecht (Schriftenreihe Ius Privatum), 2008, 524 S.
  • Geibel, S. (2018). Genossenschaftsgesetz (gesamte Kommentierung), in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht (Kommentar), 4. Auflage, 2018, 184 S. (im Erscheinen)
  • Geibel, S. (2018). „Rechtsform und Zurechnungen zwischen Transparenz und Abschirmwirkung am Beispiel der Wissenschafts- und Forschungskooperationen“, in: Hommelhoff/Eberbach (Hrsg.), Forschungskooperationen – Plädoyer für eine wissenschaftsadäquate Rechtsform, Ein Berliner Symposium, Ordnung der Wissenschaft (OdW) 2018, 87-96.
  • Geibel, S. (2017). Kommentierung der §§ 51, 52 Abgabenordnung in Teilen, in: Winheller, S., Geibel, S., Jachmann-Michel, M. (Hrsg.), Gesamtes Gemeinnützigkeitsrecht (Nomos-Kommentar), S. 163-178, 223-255, 288-289.
  • Geibel, S. (2017). Zustiftungen und nichtrechtsfähige Stiftungen, Stiftungen und Unionsrecht (eigene Kommentierung), in: Beck’scher Online-Großkommentar (BeckOGK), Band 1 (Hrsg. Geibel, S.), § 80 BGB, Randnummern 615-715, 832-878; alleinige Herausgeberschaft für den Band 1 (Gesellschaftsrecht, Vereins- und Stiftungsrecht, Recht der Bruchteilsgemeinschaft).
  • Geibel, S. (2017). „Open Access in der Wissenschaft und Marktregulierung”, in: Wink/Funke (Hrsg.), Wissenschaft für alle: Citizen Science, 2017, S. 59-78.
  • Geibel, S. (2016/17). “Investmentgeschäft”, in: Derleder/Knops/Bamberger, Deutsches und Europäisches Bank- und Kapitalmarktrecht, Band 2, § 58, S. 649-781.
  • Geibel, S. (2015). „Die Richtlinie über die Haftung für Kartellrechtsverstöße: Förderung der Privatinitiative zur Durchsetzung des Rechts und Eckstein für ein Europäisches Schadensrecht?“, in: in: Stumpf/Kainer/Baldus (Hrsg.), Privatrecht, Wirtschaftsrecht, Verfassungsrecht – Privatinitiative und Gemeinwohlhorizonte in der europäischen Integration – Festschrift für Peter-Christian Müller-Graff zum 70. Geburtstag, 2015, S. 558-566.
  • Geibel, S. (2013). „Gemeinnützigkeitsrecht als Gemeinwohlförderung: eine Skizze“, in: Anderheiden/Keil/Kirste/Schaefer (Hrsg.), Gedächtnisschrift für Winfried Brugger, 2013, S. 429-443.
  • Geibel, S. (2013). „Neue Rechtsformmöglichkeiten für Kulturstiftungen“, in: Nietsch/Weller/Kiesel (Hrsg.), Kulturstiftungen: Gründung – Führung – Kontrolle, 2013, S. 19-37.
Seitenbearbeiter: Geschäftsstelle
Letzte Änderung: 30.04.2019
zum Seitenanfang/up