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MK-Schriftenreihe

Die "Schriften des Marsilius-Kollegs" sind eine wissenschaftliche Buchreihe des Marsilius-Kollegs, die im Universitätsverlag Winter Heidelberg erscheint. Sie soll die wissenschaftliche Arbeit des Marsilius-Kollegs dokumentieren und den Mitgliedern des Marsilius-Kollegs die Möglichkeit geben, herausragende Ergebnisse ihrer interdisziplinären Forschung zu veröffentlichen. Wichtige Bestandteile der Schriftenreihe sind die Marsilius-Vorlesungen sowie die Beiträge zu den Winter- und Sommerschulen des Kollegs.

 

Bände:

 

Schrften des MK - Band 5 - Brunn et al

Band 5:

Frank Martin Brunn / Claus R. Bartram / Thomas Fuchs (Hg.):

Menschenbilder und Wissenschaftskulturen.

Studien aus dem Marsilius-Projekt "Menschenbild und Menschenwürde"

 
Die Fortschritte der biomedizinischen Wissenschaften stellen vielfach das tradierte Menschenbild in Frage, indem sie zentrale Aspekte wie Personalität, Subjektivität und Freiheit zunehmend auf genetische, neuronale, hormonelle oder vergleichbare biologische Prozesse zurückführen. Dadurch erscheint das menschliche Leben besonders an seinen Grenzen für technische Eingriffe verfügbar. Im Kontext der damit häufig einhergehenden naturalistischen Beschreibungen des Menschen werden der Sinn, die Reichweite und die Begründung der Menschenwürde in unserer Gesellschaft zunehmend strittig.
 

Das Heidelberger Marsilius-Projekt „Menschenbild und Menschenwürde“ nahm in drei interdisziplinären Teilprojekten Anfang und Ende des menschlichen Lebens sowie das Verhältnis von traditionell hermeneutisch geprägten Menschenbildern zum neurowissen-schaftlichen Menschenbild in den Blick. Der vorliegende Band stellt in zwölf Studien aus Ethnologie, Philosophie, Theologie, Psychiatrie, Medizin, Bioethik und Rechtswissen-schaften Ergebnisse aus dem Projekt vor.

 Cover Kruse

Band 4:

Andreas Kruse (Hg.):

Kreativität im Alter

Die Lebensphase Alter wird in der Theoriebildung wie auch im gesellschaftlichen Diskurs viel zu selten mit Möglichkeiten zur kreativen Problemlösung und Lebensgestaltung verbunden. Hier möchte vorliegender Band eine Lücke schließen: Die in diesem Band versammelten Beiträge gehen der Frage nach, welche Potenziale zur Kreativität ältere Menschen besitzen und inwieweit durch gesellschaftliche und kulturelle Rahmen-bedingungen diese Potenziale verwirklicht werden können.

Dabei wird eine multidisziplinäre Sicht eingenommen: Psychologische, soziologische, medizinisch-psychologische, politikwissenschaftliche und theologische Perspektiven auf Kreativität werden entfaltet und empirisch fundiert. Zudem findet sich ein umfassender Beitrag zu praktischen Beispielen der Kreativität älterer Menschen, die aus dem von der Robert Bosch Stiftung ausgelobten Otto Mühlschlegel Preis Zukunft Alter hervorgegangen sind. Diese zeigen in beeindruckender Weise, zu welchen schöpferischen Leistungen ältere Menschen fähig sind, wenn sie entsprechende gesellschaftliche und kulturelle Impulse erhalten.

 Band 3 Fuchs - Schwarzkop _gr _ _e Ge _ndert_

Band 3:

Thomas Fuchs / Grit Schwarzkopf (Hg.)

Verantwortlichkeit - nur eine Illusion?

Der Band gibt in neunzehn Beiträgen den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion zu Willensfreiheit, Determinismus und Verantwortlichkeit in praktischen Kontexten wieder. Er klärt zunächst die genannten Begriffe, um dann die wichtigsten Methoden und Ergebnisse der Hirnforschung zu präsentieren. Diese Forschungsergebnisse werden im Weiteren philosophisch interpretiert und innerhalb ethischer Koordinaten bestimmt. Abschließende Beiträge reflektieren ihre Anwendung auf die Gebiete der Rechtssprechung und Demenzforschung. Damit eröffnet der Band ein breites Spektrum interdisziplinärer Perspektiven auf ein vieldiskutiertes Thema.

Rezension: Wissenschaftlicher Literaturanzeiger, 15.11.2011

Band 2 Fuchs-kruse-schwarzkopf _gr _ _e Ge _ndert_

Band 2:

Thomas Fuchs / Andreas Kruse / Grit Schwarzkopf (Hg.)

Menschenbild und Menschenwürde am Ende des Lebens

Die Bilder vom Menschen am Lebensende weisen eine große Spannweite auf. Nicht alle sind anziehend, vieles stößt ab. Und oft scheint der sterbende Mensch seine Würde zu verlieren. Erkennen wir jedoch, dass auch das Sterben ein menschlisches Maß hat, so kann die Würde des Menschen am Lebensende neu hervortreten. - Vierzehn Beiträge aus acht verschiedenen Wissenschaften erkunden Menschenbild und Menschenwürde am Lebensende. Sie dokumentieren den internationalen Kongress, der vom Interdisziplinären Forum für Biomedizin und Kulturwissenschaft (IFBK) vom 8. bis 10. Mai 2008 an der Universität Heidelberg durchgeführt wurde.

Rezension bei socialnet.de

Rezension in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ ) vom 3.11.2011, S. 36 (frei zugänglicher Auszug, vollständiger Artikel kostenpflichtig)

 Band 1 Fr _hwald _gr _ _e Ge _ndert_

Band 1:

 Wolfgang Frühwald

"Lies nur die Linken Seiten eines Buches!"
Über Mehrung und Zerfall moderner Wissenswelten

Marsilius-Vorlesung vom 19.2.2009

Wissen, Wissenskritik und Wissensmehrung sind für die Entwicklung und den Wohlstand der Menschen unentbehrlich. Der anschwellenden Fülle des Wissens entsprechen die technischen Werkzeuge ihrer Speicherung und Verbreitung, die sich aber mit jedem Entwicklungsschritt vom Fassungsvermögen des Einzelnen entfernen. So wird die von Hans Magnus Enzensberger gefundene Formel: "gespeichert d. h. vergessen" realer von Tag zu Tag. Es entstehen elitäre Expertenkulturen, deren rationale Kälte die verbreitete Flucht der Menschen in Esoterik und Geheimlehren beschleunigen. Dieser Essay plädiert mit Nachdruck für die Erinnerung daran, dass Entstehung, Entwicklung und Anwendung von Wissen gesellschaftlich verwurzelt sind, dass Wissen sozial gebundene Information ist. Die Schatzhäuser des Wissens und dieses selbst bleiben nur dann von einem neuen Bildersturm verschont, wenn den Vielen bewusst ist: Neues Wissen garantiert das Überleben der Menschheit in Würde und erleichtert unser aller Leben.


 

 

 

 

 

 

 

Seitenbearbeiter: Geschäftsstelle
Letzte Änderung: 07.05.2012