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Klinik für Allgemeine Psychiatrie

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
 

Kontakt:

katja.bertsch@med.uni-heidelberg.de


 

PD Dr. Katja Bertsch

Fellow-Klasse 2018-19

 

Forschungsgebiete:

  • Psychologische und neurobiologische Grundlagen von Emotionen und sozialer und Interaktionen
  • Individuelle Unterschiede in Bedrohungssensitivität, Aggressivität und sozialer Ängstlichkeit bei Gesunden, Patienten mit Traumafolgestörungen
  • Ursachen und Folgen von Traumatisierungen
  • Methoden: Therapiestudien, placebo-kontrollierte Hormonstudien, funktionelle und strukturelle Magnetresonanztomographie, Elektroenzephalographie, Psychophysiologie, Eye-tracking.

Lebenslauf

Ausbildung:

  • Seit 2013: Weiterbildung zur psychologischen Psychotherapeutin, kognitive Verhaltenstherapie am Zentrum für Psychologische Psychotherapie Heidelberg
  • 2016: Habilitation am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg
  • 2007-2010: Doktorarbeit (Dr. rer nat.) in Psychobiologie an der Universität Trier zum Thema „die Auswirkungen von Stress und Aggression auf die soziale Informationsverarbeitung“ (summa cum laude)
  • 2002-2007: Diplom in Psychologie an der Universität Trier

 

Akademische Positionen:

  • Seit 2010: Psychologische Leiterin der Arbeitsgruppe Persönlichkeitsstörungen, Klinik für Allgemeine Psychiatrie, Zentrum für Psychosoziale Medizin der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
  • 2016-2017: 6 Monate Elternzeit
  • 2012-2014: Postdoc Fellow der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
  • 2007-2010: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Psychophysiologischen Labor des Psychologischen Instituts der Universität Trier
  • 2005-2007: Wissenschaftliche Hilfskraft im Psychophysiologischen Labor des Psychologischen Instituts der Universität Trier



Arbeitsvorhaben

Fragile Identitätskonstruktionen unter der Bedingung sozialer Traumatisierung – Selbstnarrationen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem 2. Weltkrieg und von Flüchtlingen heute.

In dem Projekt sollen Gewalterfahrungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in verschiedenen historischen und aktuellen Kontexten untersucht werden, um so ein besseres Verständnis der Verarbeitung sozialer Traumata zu erhalten sowie zeit- und kontextübergreifende Verarbeitungsmuster besser identifizieren zu können. Die Projektergebnisse sollen erstens dem Diskurs über Folgen sozialer Traumata für die Identitätskonstruktion dienen, zweitens potentielle Resilienzfaktoren ermitteln sowie drittens die Rolle des Sprechens und Schreibens über Gewalt in Form der Selbstnarration bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufdecken.

Hierzu wird mit zwei zeitlich weit auseinanderliegenden konkreten Fallbeispielen gearbeitet: Zum einen werden Tagebücher von sowjetischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg betrachtet. Dabei sollen in den Tagebuchdokumenten Muster der Verarbeitung der verschiedenen Kriegs- und Gewalterfahrungen, aber auch der Konstruktion des narrativen Selbst erkannt werden. Zum anderen werden die Gewalterfahrungen und aktuellen Verarbeitungsformen von syrischen Flüchtlingen (Jugendlichen und jungen Erwachsenen) untersucht. Hier sollen ebenfalls Tagebücher aber auch moderne Formen des Tagebuchs wie Handyfotos oder Selfies und Blogeinträge gesammelt und ergänzt durch Interviews qualitativ ausgewertet werden. Wir gehen davon aus, dass die Untersuchung und der Vergleich dieser Narrationen über verschiedene Zeiten und Räume hinweg einen erheblichen Erkenntnisgewinn über den Einfluss von Gewalterfahrungen im Rahmen sozialer Traumata auf die Identitätskonstruktion von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ergibt.

 

Ausgewählte Publikationen:

  • Bertsch, K. (2012). Neurobiologie der Aggression. In: F. Schneider (Ed.). Positionen der Psychiatrie. Heidelberg: Springer Verlag
  • Herpertz, S. C., Nagy, K., Ueltzhöffer, K., Schmitt, R., Mancke, F., Schmahl, C., & Bertsch, K. (2017). Brain mechanisms underlying reactive aggression in borderline personality disorder – sex matters. Biological Psychiatry, doi:10.1016/j.biopsch.2017.02.1175.
  • Neukel, C., Bertsch, K., Fuchs, A., Zietlow, A.-L., Reck, C., Moehler, E., Brunner, R., Bermpohl, F., & Herpertz, S.C. (accepted). The maternal brain in women with a history of early life maltreatment: an imagination-based fMRI study on conflictual vs. pleasant interations with the child. Journal of Psychiatry and Neuroscience.
  • Mancke, F., Herpertz, S. C., & Bertsch, K. (2015). Aggression in borderline personality disorder – a multidimensional model. Personality Disorders: Theory, Research and Treatment, 6, 278–291.
  • Herpertz, S. C. & Bertsch, K. (2015). A new perspective on the pathophysiology of borderline personality disorder: a model of the role of oxytocin. American Journal of Psychiatry, 172, 840–851.
  • Bertsch, K. (2017). Soziale Verträglichkeit, Impulskontrolle und Aggressivität. In: S. Herpertz, F. Caspar, & K. Lieb (Eds.) Psychotherapie: Funktions- und störungsorientiertes Vorgehen. München: Elsevier.
  • Bertsch, K., Gamer, M., Schmidt, B., Schmidinger, I., Walther, S., Kaestel, T., Schnell, K., Büchel, C., & Herpertz, S. C. (2013). Oxytocin reduces social threat hypersensitivity in females with borderline personality disorder. American Journal of Psychiatry, 170, 1169–1177.
  • Bertsch, K, Roelofs, K., Roch, P. J., Bo, M., Hensel, S., Herpertz, S. C., & Volman, I. (accepted). Neural correlates of emotional action control in anger-prone women with borderline personality disorder. Journal of Psychiatry and Neuroscience.
  • Bertsch, K., Böhnke, R., Kruk, M.R., & Naumann, E. (2009). Influence of aggression on information processing in the emotional Stroop task - an event related potential study. Frontiers in Behavioral Neuroscience. doi:10.3389/neuro.08.028.2009.
  • Bertsch, K., Böhnke, R., Kruk, M.R., Richter, S., & Naumann, E. (2011). Exogenous cortisol facilitates responses to social threat under high provocation. Hormones and Behavior, 59, 428–34.
Seitenbearbeiter: Geschäftsstelle
Letzte Änderung: 09.02.2018
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